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bne: Netzagentur weist den richtigen Weg +++ Energiewende braucht strikte Trennung von Netz und Markt

05.01.2012 · Berlin. In einem aktuellen Grundsatzpapier über die künftigen Rahmenbedingungen der Energiemärkte hat sich die Bundesnetzagentur explizit für eine strikte Trennung von reguliertem Netzbereich und wettbewerblich organisiertem Markt ausgesprochen. Dieses deutliche Bekenntnis zur Trennung zwischen sogenanntem intelligenten Netz (Smart Grid) und einem intelligenten Markt (Smart Market) wird vom Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) außerordentlich begrüßt. Insbesondere die Klarstellung, intelligente Zähler dem Markt zuzuordnen, ist nach Meinung des bne ein wichtiger Schritt.

"Dass der Präsident der Bundesnetzagentur so klar davon spricht, "mehr Markt wagen" zu wollen und die Lösung nicht in der "Dominanz des monopolbasierten Umfelds des Netzbetriebes" sieht, unterstützen wir voll", betont bne-Geschäftsführer Robert Busch. "Denn die Vision einer neuen smarten Energiewelt kann nur dann Realität werden, wenn die Innovationskraft des Marktes und die Souveränität der Verbraucher im Mittelpunkt der Betrachtung stehen".

"Energieverbraucher müssen umfassend informiert werden, sich eine eigene Meinung bilden und anschließend frei entscheiden können, welchen Stromanbieter, welchen Tarif und welchen intelligenten Zähler sie haben wollen", so Busch. Dabei sollen Kunden zwischen vielen unterschiedlichen Anbietern wählen können. Netzbetreiber spielen in diesem Bereich keine eigene Rolle. Als Monopole haben sie eine von der Bundesnetzagentur regulierte "dienende Rolle" als Dienstleister für Energieversorger und andere marktwirtschaftliche Akteure - mehr allerdings nicht.

Dass allein ein intelligenter Zähler, der staatlich angeordnet und vom Netzbetreiber im Keller eingebaut wird, keinen generellen Effizienzgewinn bringt, hat nicht nur die Bundesnetzagentur erkannt. Auch das Bundeswirtschaftsministerium will zunächst prüfen, was ein sogenannter "Massen-Roll-out" von Smart Meters überhaupt bringt. "Dass jetzt wie von der EU-Kommission vorgeschlagen eine seriöse Kosten-Nutzen-Evaluation durchgeführt wird, halten wir für überaus wichtig", sagt der bne-Geschäftsführer. Nun komme es darauf an, dass die Ergebnisse dieser Untersuchung nicht durch vorschnelle gesetzgeberische Aktionen vorweggenommen würden.

Der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) vertritt die Interessen von Energieversorgern in Deutschland, die ihre Kunden mit Strom und Gas beliefern - aber kein Netz betreiben. Hauptziele des bne sind fairer Wettbewerb auf den Energiemärkten und wirksamer Verbraucherschutz.

Für Rückfragen:


Kerstin Maria Rippel LL.M.
Pressesprecherin
030/400 548 - 18
kerstin.rippel@bne-online.de

Das Grundsatzpapier der Bundesnetzagentur zu Smart Grids und Smart Markets (231 kb)PDF
 
Die bne-Pressemitteilung im pdf-Format (34 kb)PDF
 
Das bne-Positionspapier zu Smart Grids und Smart Markets (507 kb)PDF
 

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