Unsere wesentlichen Ziele:Faire Wettbewerbsbedingungen bei Netzanschluss, Netzzugang und Netznutzung. Wettbewerb auf dem Erzeugermarkt. Ein liberales, zukunftsfähiges und technologieoffenes Messwesen. Die Durchsetzung und Kontrolle allgemeiner wettbewerblicher Prinzipien und die Wahrung des Verbraucherschutzes. |
Unsere konkreten Forderungen:
1. Striktes Unbundling und Verhinderung von Quersubventionen
Im Querverbund stehen die Netzerträge nach wie vor zur Unterstützung des Vertriebes zur Verfügung - allein neutrale Netze gewährleisten echten Wettbewerb. Die in Deutschland durch mangelndes Unbundling verhinderte Neutralität der Netzbetreiber muss - insbesondere auf der Verteilnetzebene - weiter vorangetrieben werden.
2. Angemessene Netznutzungsentgelte
Durch ihre natürliche Monopolstellung neigen die Netze zu Ineffizienzen und unkritischem Umgang mit den Kosten. Eine kontinuierliche Regulierung muss diese Tendenzen beschränken und gleichzeitig die hohe Qualität der Netze sicherstellen.
3. Transparenz im Bereich des natürlichen Netzmonopols
Im Bereich der natürlichen Monopole ist Transparenz unabdingbar. Netzinformationen sind aufgrund der Monopolstellung nicht schutzbedürftig. Die auch vom Regulator bemängelte Informationsasymmetrie ist nur durch weitestgehende Transparenz zu beseitigen.
4. Transportpfadunabhängiges Entry-Exit-System über ein Gasmarktgebiet
Das gesetzliche Zweivertrags-Modell wird als diskriminierungsfreies Grundmodell verstanden, das die Leichtigkeit und Sicherheit des Gashandels auf der Basis neutraler Netze sicherstellt. Die Reduktion der Gasmarktgebiete auf ein Marktgebiet ist in diesem Zusammenhang unerlässlich.
5. Sichere, standardisierte und automatisierte Prozesse beim Lieferantenwechsel
Bundesweit einheitliche Prozesse für alle Marktteilnehmer sind eine Grundvoraussetzung für gleichberechtigten und diskriminierungsfreien Zugang zu den Netzen - und damit für den Wettbewerb.
6. Angemessene Preise für Ausgleichsenergie
Abweichungen zwischen dem prognostizierten Energieverbrauch und dem tatsächlichen Verbrauch der Kunden sind unvermeidlich und treffen jeden Lieferanten. Die Preise für Ausgleichsenergie dürfen die Lieferanten nicht einseitig und unangemessen belasten.
7. Ausbau der Grenzkuppelstellen und diskriminierungsfreie Beschaffung
Ziel ist der vorrangige Ausbau der Grenzkuppelstellen, um den ungestörten und sicheren Energiebezug aus dem Ausland zu ermöglichen. Sowohl im Strom- als auch im Gasmarkt müssen weiterführende Maßnahmen erarbeitet werden, um den neuen Anbietern den Bezug von Energie zu angemessenen und wettbewerblich gebildeten Preisen zu ermöglichen.
8. Diskriminierungsfreier Anschluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen
Versorgungssicherheit und die Gewährleistung angemessener, wettbewerblich gebildeter Endkundenpreise erfordern den vorrangigen und unbehinderten Anschluss neuer Erzeugungsanlagen.
9. Schaffung eines liberalen, technologieoffenen und zukunftsfähigen Messwesens
Ziel muss zunächst die Standardisierung der Kommunikationsprozesse sein - dadurch werden EU-Vorgaben korrekt umgesetzt und der Wettbewerb angeregt.
06.09.2010 · Pressemitteilung
30.08.2010 · Pressemitteilung